Kleine Küchlein, die an Wassermelonen erinnern, sollten es werden – passend zur Mottoparty meiner Tochter. Zwei Wochen zuvor hatte ich ein Rezeptbuch für Cakepops bestellt. Die benötigten Förmchen wurden praktischerweise gleich mitgeliefert. Ein einfaches Rezept hatte ich herausgesucht, alle notwendigen Zutaten dafür besorgt. Den Hinweis einer Freundin, dass Cakepops einen riesigen Arbeitsaufwand bedeuten, hatte ich gekonnt überhört. Schließlich würde ich mir genügend Zeit dafür nehmen, um die Mini-Früchte in Ruhe zu backen und zu verzieren.

Um den extra besorgten Ständer mit den winzigen Melonen aufzufüllen, benötigte ich 42 Stück davon. Der Teig dafür war schnell zusammengerührt. Auch das Befüllen ging mir schnell von der Hand. Und nach dem Backen stellte ich zufrieden fest, dass aus der breiigen Masse tatsächlich perfekt geformte Cakepops wurden.

Voller Zuversicht machte ich mich an das Dekorieren der kleinen Kuchen. Vor meinem geistigen Auge sah ich mich, wie ich einen Cakepop nach dem anderen lässig in die grüne Glasur tauchte. Aber bereits beim Schmelzen der kleinen bunten Drops wurde ich etwas stutzig. Die Candy Melts waren zwar geschmolzen, aber nicht flüssig genug, um die Teigbällchen darin einzutunken. Die Konsistenz eignete sich zwar bestens dafür, die Cakepops auf den Stielen zu befestigen, aber ein einfaches Überziehen der Glasur war nicht möglich.

Etwas ratlos inspizierte ich die grüne Creme. Vorsichtig nahm ich eine aufgespießte Kugel und tauchte sie langsam ein. Beim Herausziehen haftete ein Klumpen der süßen Masse obenauf, während die Unterseite nackt blieb. Der zweite Versuch scheiterte bereits beim Eintauchen. Denn dabei fiel das runde Gebäck einfach vom Stiel. Stirnrunzelnd schnappte ich mir schließlich ein Messer und bestrich die Cakepops kurzerhand damit.

Die hässlichsten Cakepops der Welt

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich alle Küchlein damit eingedeckt. Das Ergebnis hatte zwar nicht die geringste Ähnlichkeit mit Melonen, aber immerhin waren nun alle Cakepops grünlich. Musste ja niemand wissen, dass diese unförmigen, grünen Bällchen Melonen darstellen sollten 😉

Auch wenn die Cakepops keine Augenweide waren, ist es mit der Unterstützung der großen Schwester und den besten Freundinnen des Geburtstagskindes ein tolle Party geworden. Und so gab es für meine Mittlere zum 9. Geburtstag, wie gewünscht, eine Geburtstagsparty auf „Hawaii“ .

Hier ein paar Eindrücke unserer Mottoparty:

Kreidebild für die Einladung

Mit einem Neugeborenen wollte ich die Vorbereitungen etwas einfacher gestalten. Für die Einladung haben die Großen mit Straßenkreide eine Insel in unsere Einfahrt gezaubert. Darauf posierte das Geburtstagskind für ein Bild, das wir per Whatsapp an ihre Freunde schickten.

Giveaways

Für die Giveaways umwickelte ich Klopapierrollen mit braunem Papieren. Diese wollte ich in Tiki-Figuren verwandeln. Schließlich habe ich aber diese Aufgabe meiner Tochter und ihren zwei Freundinnen, die bereits am Tag vor der Party zu uns kamen, um bei uns zu übernachten, übertragen. Die Mädels sind total bastelbegeistert und haben sich gleich auf Schere und Kleber gestürzt. Da ihr Tatendrang kaum zu bremsen war, durften sie daraufhin auch noch eine Girlande mit dem Schriftzug „Aloha“ gestalten.

Wasserfall-Torte mit Flamingos

Die Geburtstagstorte zauberte diesmal meine Große. Nachdem sie im Internet recherchiert hatte, entschloss sie sich eine zweistöckige Torte zu backen. Die Sachertorten, die sie bereits zwei Wochen zuvor gebacken und eingefroren hatte, wurden mit grünem und blauen Fondant eingekleidet. Nachdem sie die beiden Torten aufeinandergestellt hatte, formte sie aus Fondant einen Wasserfall. Mit Bananenwaffeln und Playmobil-Flamingos wurde die Torte zu einem echten Highlight. Unser Geburtstagskind hat sich natürlich riesig über das Geschenk ihrer großen Schwester gefreut.

Die Freunde meiner Mittleren hatten auch viel Spaß an unterschiedlichen Wettbewerben. Beim Hula-Hoop-Contest, Limbo und dem Flip-Flop-Wurf konnten die Kinder ihr Können unter Beweis stellen. Das absolute Highlight der Party war aber die Wasserrutsche, die wir im Garten aufgespannt hatten. Nach den ersten zaghaften Versuchen, schlitterten bald die Kids mit Höchstgeschwindigkeit über die Rutsche. Am Ende mussten wir sie mit dem Gartenschlauch abbrausen, da sie über und über mit Gras bedeckt waren und wie kleine grüne Monster aussahen.

Am Abend gab es dann noch Hühner-Ananas-Spieße zu essen. Darüber haben sich die Kinder und auch die Eltern, die ihre Lieben abholen wollten, sehr gefreut.

Es war eine wirklich tolle Feier. Am Schönsten war aber das zufriedene Gesicht unsere Tochter, als sie am Abend erschöpft in ihr Bett sank. Sie hat ihren Aufenthalt auf Hawaii wirklich sehr genossen … und was die hässlichen Cakepops betrifft – auch wenn sie nicht als Melonen erkennbar waren, haben sich die Kinder gleich darauf gestürzt. Anscheinend haben sie besser geschmeckt, als sie aussahen 😉

Gelingen euch eure Backvorhaben immer oder müsst ihr auch mal kämpfen? Habt ihr Cakepops vielleicht schon mal probiert? Was waren eure Erfahrungen damit?

4 Antworten auf „Geburtstagsparty auf Hawaii … oder der Kampf mit den Cakepops

  1. Habe auch keine „Cakepops“ mehr bekommen …so schnell waren sie weg. 😥😀
    War wieder eine tolle Geburtstagsfeier für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen ..
    🥂🎉🎉💕

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