Die 35 und der Tod – die etwas anderen Geburtstagswünsche

Die Sektflöten sind randvoll mit sprudelnden Prosecco, die üppig verzierte Torte steht zum Anschnitt bereit, das Haus ist gefüllt mit Familie und lieben Freunden. So oder so ähnlich hätte der gestrige Tag eigentlich ausschauen sollen. Dank meines Gesundheitszustandes wurde mein 35. Geburtstag aber doch etwas einfacher gefeiert. Anstatt dem Alkohol zu frönen, gab es für mich nur Tee. Zum Kuchen backen war ich einfach zu müde. Glücklicherweise haben meine Mutter und meine Schwiegermutter mitgedacht und was Feines zum Naschen mitgebracht. Und auch die Feiergesellschaft fiel meinem Krankenstand zum Opfer. So saß ich dann wirklich nur mit den engsten Verwandten am Tisch und feierte das nächste Lebensjahr. Trotzdem war es ein sehr schöner Abend, der sich wohl noch in die Nachtstunden gezogen haben soll. Viel habe ich vom Ende aber nicht mehr mitbekommen. Denn als ich meine Mädels ins Bett schickte und mich nur mal kurz dazu legte, schlief ich auch schon tief und fest. Die Gäste hat es nicht gestört. Die haben wohl noch ein wenig weitergefeiert.

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Gut gelaunt bin heute aufgewacht, habe voller Zuversicht den Tag begonnen. Klar, mitte Dreisig ist anders als mitte Zwanzig. Die Kraft- und Energiereserven sind nicht mehr ganz so voll. Schlafdefizit und Stress gehen schneller an die Substanz. Trotzdem habe ich mich noch nie so wohl gefühlt, wie in den letzten Jahren. Kein Wunder also, dass ich – zwar anders als geplant – diesen Geburtstag mit großer Begeisterung gefeiert habe und mich auf alles freue, was dieses Jahr bringen wird.

Etwas verwundert war ich jedoch als ich am Vormittag meine E-Mails durchsah. Neben vielen Benachrichtigungen über diverse soziale Foren, wo mir Freunde und Bekannte gratuliert hatten, gab es auch einige Unternehmen, die mir ihre Glückwünsche in Form von Gutscheinen überbrachten. Wie jedes Jahr überflog ich diese Nachrichten kurz, bevor ich die meisten gleich wieder löschte, da ich diese Gutschein-Codes sowieso nie einlösen werde. Zwei dieser E-Mail haben dann aber doch mein Interesse geweckt.

Liebe Versicherungsunternehmen: Ja, ich bin jetzt ein Jahr älter und damit auch meinem Ableben ein Stückchen näher gerückt. Und ich gehe mit euch d´accord was die Vorsorge für meine Kinder oder andere Hinterblieben betrifft. Selbstverständlich möchte ich nicht das meine Bestattungskosten meine Liebsten finanziell belasten. Aber ganz ehrlich, die E-Mail hätte es eine Woche später auch getan. Denn an meinem Geburtstag möchte ich mein Leben feiern. Für Versicherungen und Vorsorge gibt es noch 364 andere Tage 😉

Wundert ihr euch auch manchmal über die Glückwünsche, die an Geburtstag und Co eintrudeln? Ist bei euch auch mal die ein oder andere Kuriosität dabei?

4 Antworten auf „Die 35 und der Tod – die etwas anderen Geburtstagswünsche

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