Mama arbeitet … oder Schuldgefühle in Salzburg

Die letzte Woche war ich beruflich ziemlich eingespannt. Vor allem die letzen beiden Tage waren richtig stressig. Donnerstag musste ich bis neun arbeiten und kam erst nach Hause als meine Mädels tief und fest schliefen. Am nächsten Morgen stand ich bereits um fünf auf, um zum Bahnhof zu fahren. Nach drei kurzweiligen Stunden kam ich in Salzburg an, wo ich eine Veranstaltung besuchte. Im Anschluss hatte ich noch etwas Zeit zur Verfügung, bis ich mit dem Zug wieder in Richtung Heimat fahren durfte. Deshalb beschloss ich dies zu nützen und ins Zentrum zu spazieren, um für meine Mädels ein Mitbringsel zu organisieren. Auf diese Weise wollte ich mein schlechtes Gewissen ein wenig beruhigen.

Also zückte ich schnell mein Handy und wanderte Dank App in Richtung Altstadt los. Auf meiner ersten Station – dem Mirabellgarten – hielt ich Einkehr. Ich entdeckte eine freie Bank, machte es mir dort gemütlich und lies mir einfach nur die Sonne ins Gesicht scheinen. Obwohl der Himmel ziemlich bedeckt war, fühlten sich die Sonnenstrahlen angenehm warm an. Nachdem ich mich so von den letzten arbeitsintensiven Tagen etwas erholen konnte, spazierte ich durch die Gartenanlage, bevor ich mich wieder auf den Weg machte.

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Obwohl es erst April ist, tummelten sich viele Menschen rund um den schönen Garten. Vor mir befand sich eine riesige, asiatische Reisegruppe, die mit einem Guide die angrenzenden Gebäude beäugte. Nachdem ich mich durch die mit Kameras und Selfie Sticks ausgestattete Menschenmenge gekämpft hatte, erreichte ich schließlich den Makartplatz. Die üppigen Magnolienbäume vor der Dreifaltigkeitskirche stachen mir sofort ins Auge und so konnte ich nicht umher und blieb stehen, um diesen farbenfrohen Anblick mit meiner Kamera einzufangen. Nachdem ich die Kirche bestaunt hatte, schlenderte ich wieder los. Schließlich wollte ich noch eine nette Kleinigkeit finden und nebenbei ein wenig von Salzburg sehen.

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Ein paar Minuten später erreichte ich schon die Salzach, welche mitten durch Salzburg fließt. Dort überquerte ich den Fluss über eine Brücke – den Makartsteg – deren Geländer an die frühere Pont des Arts in Paris erinnert. Diese ist mit einer Vielzahl an Schlössern behängt, welche von Verliebten dort angebracht wurden. Schmunzelnd überholte ich ein eng umschlungenes Pärchen und überlegte dabei, in wie vielen Städten ich diesem Brauch mittlerweile schon begegnet war.

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Dann kam ich endlich in der Altstadt an. Staunend ging ich durch die Gassen und wunderte mich über das eine oder andere Geschäft. Als riesiger Weihnachtsfan fielen mir zwei Geschäfte auf, die ausschließlich Weihnachtskugeln und Ostereier verkaufen. Passender Weise befanden sie sich auch noch neben dem Weihnachtsmuseum. Während ich Richtung Festung Hohensalzburg ging, blickte ich in die Schaufenster der einzelnen Geschäfte. Neben Bekleidungsgeschäften für Erwachsene und einigen Souvenirläden musste es doch ein eine nette Boutique für Kinder geben. Leider wurde ich aber bei meinem Streifzug nicht fündig.

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Schließlich wurde es Zeit zum Bahnhof zu gehen, um meinen Zug nicht zu verpassen. Auf dem Rückweg entdeckte ich dann doch noch ein Kindergeschäft, das einen wirklich netten Eindruck machte. Als ich es betreten wollte, bemerkte ich jedoch, dass es bereits vor einer halben Stunde geschlossen hatte. Also blieb mir nichts anderes übrig als ohne Mitbringsel nach Hause zu fahren. Mit schlechtem Gewissen sitze ich nun im Zug und halte meine Eindrücke fest. Bis ich zuhause bin, werde meine Kleinen leider wieder schlafen. Aber am Wochenende nehme ich mir dafür ganz viel Zeit für meinen Lieben. Und darüber freuen sich meine beiden hoffentlich genauso wie über ein Geschenk aus dem schönen Salzburg.

2 Antworten auf „Mama arbeitet … oder Schuldgefühle in Salzburg

  1. Liebe Simone einen tollen Ausflug beschreibst Du da. Und das mit dem schlechten Gewissen kenn ich nur zu gut 😉 diese Woche bin ich arbeitstechnisch sehr eingespannt und meine Kinder haben Frühlingsferien. Ich werde kleinere Highlights mit den Kids einbauen. Eigentlich zählt ja die Qualität und nicht die Quantität 😉😁🙈. Was meinst Du? Liebe Grüsse Emily

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    1. Liebe Emily, ich gebe dir vollkommen Recht! Qualität sollte immer im Vordergrund stehen 🙂 Meine Mädels haben auch Ferien, deshalb habe ich mir Urlaub genommen. Trotzdem werde ich ab und zu ins Büro schauen müssen und ein paar Termine wahrnehmen. Aber Quality-Time mit meinen Mädels steht definitiv an erster Stelle, damit meine zwei eine richtig schöne Osterzeit erleben. Viele liebe Grüße

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