Jetzt reicht es – ich mache einen Entzug

Schon lange ist mir der Zucker ein Dorn im Auge. Deshalb möchte ich bereits seit einiger Zeit meine Ernährung umstellen und so gesünder leben. Aber wie das so ist – die Ausreden gehen mir nicht aus. Zuerst war es mein Geburtstag, dann Weihnachten und schließlich Ostern. Da ich nicht auf Torte, Kekse und Schokohasen verzichten wollte, verschob ich mein Vorhaben immer wieder nach hinten. Aber jetzt reicht es mir endgültig – ich reiß mich zusammen und mache endlich einen Entzug.

Noch vor einigen Jahren habe ich mir um Zucker keine Gedanken gemacht. Es war mir immer wichtig, dass die Lebensmittel, die ich kaufe, hochwertig und natürlich sind. Da mich künstliche Süßungsmittel noch nie angesprochen haben, war ich der Meinung, dass Zucker und Honig – sofern sie in normalen Mengen konsumiert werden – vollkommen akzeptabel sind. Als dann aber vor wenigen Jahren ein enges Familienmitglied an Krebs erkrankte, begann ich mich mit dieser Krankheit und seinen Ursachen zu beschäftigen. Im Zuge dessen befasste ich mich auch mit Ernährung – insbesondere auch mit den krebserregenden Eigenschaften des Zuckers. So kam schnell der Wunsch auf meinen Zuckerkonsum einzuschränken.

Leider merkte ich schnell, dass dieser Entschluss nicht so einfach umzusetzen ist. Da Zucker in unglaublich vielen Produkten enthalten ist, wollte ich nicht planlos damit anfangen, sondern meine Ernährungsumstellung mit System umsetzen. Deshalb habe ich mir das Buch „Goodbye Zucker – zuckerfrei glücklich in 8 Wochen“ von Sarah Wilson bestellt. Durch das durchdachte Programm erhoffe ich mir eine langanhaltende Veränderung meines Essverhaltens. Schließlich möchte ich nicht nur eine temporäre Diät absolvieren, sondern meine Gewohnheiten dauerhaft ändern.

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Durch das Programm verspreche ich mir natürlich auch einiges. Auch wenn die gesundheitlichen Vorteile eines zuckerreduzierten Lebens ausschlaggebend für meine Entscheidung sind, so gibt es doch noch andere Vorteile, die mich zum Zuckerentzug motivieren. Ein sehr wichtiger Grund für dieses Vorhaben ist mein Hautbild. Seit meiner ersten Schwangerschaft leide ich unter unreiner Haut. Nachdem ich bereits einiges ausprobiert habe, aber niemals wirklich zufrieden mit dem Ergebnis war, hoffe ich nun, dass der Verzicht auf Zucker für eine spürbare Verbesserung sorgt.  Ein anderer Grund ist meine Figur. Im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden mit meinem Körper. Allerdings neige ich dazu Fett am Bauch einzulagern. Deshalb möchte ich durch das 8-wöchige Programm auch dem Bauchfett an den Kragen.

Meine Erfahrungen mit dem Programm und seine Auswirkungen auf mein Befinden und meinen Körper werde ich natürlich sorgfältig dokumentieren. In den nächsten Wochen werde ich dann regelmäßig davon berichten, wie es mir mit dem Verzicht auf Zucker so ergeht.

Und wie sieht es bei euch aus? Ist Zucker für euch ein Thema? Habt ihr vielleicht auch schon einen Zuckerentzug hinter euch? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

29 Antworten auf „Jetzt reicht es – ich mache einen Entzug

  1. Ich hab den Zuckerentzug auch schon (2 Mal) hinter mehr. Das erste mal vor ein paar Jahren mit dem Abnehmprogramm Schlankr und jetzt zur Zeit mache ich GetFit Fitness.
    Zucker ist doch zwar nicht komplett tabu, darf aber auf 100g gesehen nur maximal zu 3g im Lebensmittel / Gericht enthalten sein.

    Der Anfang ist echt schwer, der Körper verlangt danach und ich hatte auch 3-4 Tage ganz ungewohnte Kopfschmerzen. Also andere, als sonst. Leichter reizbar war ich auch, irgendwie unzufriedener. Aber sobald man die ersten Tage überstanden hat, gehts einem deutlich besser und der Heißhunger auf Süßes verschwindet auch. Einfache Schokolade ist dann eklig süß, wenn man die mal wieder probiert, echt spannend 🙂

    Es lohnt sich definitiv und ich wünsche dir viel Erfolg bei einem Vorhaben!

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    1. Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier teilst! Es macht es einfach leichter, wenn man weiß was auf einen zukommt. Und vor allem, dass es sich auszahlt, durchzuhalten.
      Hast du auf deinem Blog zu den beiden Programmen auch Beiträge verfasst? Falls ja, möchtest du den Link dazu posten? Würde mich sehr interessieren 🙂

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      1. Ich hab im meinem Blog bisher über Getfit Fitness berichtet (sassyswegmitgetfitfitness.wordpress.com/category/ueber-getfit-fitness).
        Da ich erst nach dem Beginn angefangen hab zu bloggen steht nicht so viel über den Zuckerentzug meinerseits dort. Das andere Programm erwähne ich nur manchmal beiläufig.
        Mir fällt da noch das LowCarbKompendium ein, auch ein Ernährungskonzept, bei dem Zucker und auch Weizen stark gemieden wird.

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      2. Bin da grad noch über einen interessanten Artikel gestoßen, die Entzugsentscheidungen nennt man auch „LowCarb-Grippe“.
        Und dann ist mir aufgefallen, dass du deine Entzugserscheinungen natürlich dadurch mildern kannst, dass du Lebensmittel zwar ohne Zucker, aber trotzdem mit Kohlenhydraten essen kannst.

        Die Frage ist ja auch, auf welchen Zucker man grundsätzlich verzichtet.. jegliche Art von Zucker oder nur auf zugesetzten Haushaltszucker?
        Paprika zum Beispiel enthält ja auch Zucker, aber eben nur den natürlichen Fruchtzucker und das auch geringer als bei Obst.
        Haferflocken bspw. enthalten zwar fast 60g Kohlenhydrate, aber weniger als 1g Zucker auf 100g. Mit solchen Lebensmitteln kann man sicherlich die Entzugserscheinungen abschwächen.

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      3. Kohlenhydrate darf ich ganz normal essen. In diesem Programm geht es um Fruktose, d.h. man verzichtet auf Produkte, die diese in hohen Mengen enthalten, wie Zucker, Honig, Bananen oder Agavensirup. Das funktioniert im Moment noch ganz gut. Auf Kohlenhydrate zu verzichten, wäre für mich schwieriger 😉
        LowCarb-Grippe werde ich gleich mal googeln 🙂

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  2. Klasse! Gehe den zuckerfreien Weg! Ich konnte es vor zwei Jahren auch nicht glauben, das ein Verzicht auf raffinierten Zucker so unglaubliche Veränderungen hervorruft. Nicht nur dein Körper und dein Hautbild wird es dir danken, sondern auch dein Wohlbefinden. Und es gibt sooo viele Alternativen, welche genutzt werden können….

    Die ersten Tage der Umstellung werden etwas schwieriger sein, aber dann wirst du dich superwohl fühlen. Ich bin sehr gespannt auf deine Berichte. Finde ich Spitze!

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  3. Oha, das schiebe ich auch schon lange vor mir her.. toll, dass Du vorlegst! Ich bin sehr gespannt auf Deine Erfahrungen und wünsche Dir viel Erfolg…die ersten miesen Tage sind ja bald überstanden! Yay!

    Viele Grüße
    Jasmin

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    1. Liebe Jasmin, das kenne ich gut. Den Zuckerentzug habe ich auch schon seit einer gefühlten Ewigkeit geplant. Aber bisher hat es einfach nicht gepasst. Und jetzt wo alle Feiertage vorbei sind, fällt es mir viel leichter mein Vorhaben umzusetzen. Für dich kommt sicher auch der richtige Zeitpunkt. Und vielleicht möchtest du ja dann auch von deinen Erfahrungen berichten 🙂

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  4. Hallo Simone,
    das Buch haben wir auch. Doch das Vorhaben ‚Zuckerverzicht‘ läuft bei uns irgendwie immer nur eine Weile. Und dann verfallen wir wieder in alte Muster. Ein Teufelskreislauf.
    Derzeit bin ich bei 2 Wochen ohne Zucker und alles ist gut. Vielleicht hält es diesmal etwas länger an 🙂
    Dir eine gute Zeit und sonnige Grüße
    Jana

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    1. Ich kann mir vorstellen, dass es echt schwierig ist seine Ernährung dauerhaft umzustellen. Ich bin ja erst ganz am Anfang, würde aber gerne dauerhaft meinen Zuckerkonsum in den Griff bekommen 😉 Mal schauen, ob es so klappt, wie ich es mir vorstelle.
      Ich wünsche dir viel Erfolg für dein aktuelles Zucker-Projekt!

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  5. Hut ab, für diese Entscheidung. Ich und mein Mann fasten immer vor Ostern auf Zucker. Da funktioniert es einigermaßen ganz gut, aber auch nur weil man sich freut an Ostern wieder was Nachen zu können. 😉 Wobei ich sagen muss, dass nach jedem Zuckerfasten, das mit dem Verzicht auf bestimmte Dinge gar nicht mehr so schwer fällt und man sich gesunde Gewohnheit antrainiert. Z.B. trinke ich seit dem ersten Zuckerfasten vor 4 Jahren meinen Tee immer ohne Zucker. Mit Zucker schmeckt es mir jetzt einfach nicht mehr. Dann hab ich vor 3 Jahren nach dem Osterzuckerfasten gemerkt, dass ich lieber Wasser anstelle von Limonaden etc trinke. usw. Also nach und nach bessert sich meine Gewohnheiten im Bezug auf Zucker, und da bin ich ganz stolz drauf, auch wenn es nur kleine Schritte sind. Viel Glück bei deinem Versuch dem Zucker an den Kragen zu gehen. Weil ich mit dem Buch auch schon geliebäugelt habe, bin ich auf deine Berichte schon sehr gespannt.
    Lieben Gruß Ludmilla von http://www.montagskonfetti.com

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    1. Liebe Ludmilla, danke, dass du einen Einblick in deine Erfahrungen gewährst! Ich finde es richtig toll, dass du deine Ernährung durch das Zuckerfasten so nachhaltig verbessert hast und hoffe, dass mir das durch mein Programm auch gelingt. Schließlich möchte ich auch langfristig etwas an meinem Essverhalten verändern.
      Liebe Grüße

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