Die Qual der Wahl … oder wie es nach der Volksschule weitergehen soll

Unsere Große ist im Herbst in die vierte Klasse gekommen. Damit steht in den nächsten Wochen eine große Entscheidung bei uns an – die Wahl der weiterführenden Schule. Bereits im letzten Jahr begannen sich viele befreundete Eltern, die ein Kind im selben Alter haben, mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Und auch wir begannen uns über die verschiedenen Möglichkeiten Gedanken zu machen. Nachdem wir bereits im letzten Januar ein paar Informationsveranstaltungen der umliegenden Schulen besucht hatten und uns immer wieder mal mit anderen Eltern über dieses Thema unterhalten haben, ist es nun an der Zeit eine endgültige Entscheidung zu treffen. Aber wie trifft man die richtige Wahl?

 

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Informationsbeschaffung

Zuerst stellt sich die Frage, welche Schulen in Frage kommen könnten? Viele Möglichkeiten sind normalerweise bereits bekannt. Ein wenig Recherche über öffentliche und private Schule kann aber durchaus weitere interessante Alternativen aufzeigen. Je nach Wohnsitz wird die Auswahl aber natürlich größer oder kleiner ausfallen.

Die ersten Informationen bekommt man meist über Familie und Freunde, die von eigenen Erfahrungen berichten können. Wichtig hierbei ist es jedoch sich nicht von einzelnen Eindrücken zu sehr beeindrucken zu lassen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Detailliertere Informationen zu den schulischen Angeboten bieten die Homepages der verschiedenen Schulen.

Auf diesen Seiten werden auch relevante Veranstaltungen, wie der Tag der offenen Türen, angeführt. Diese bieten die perfekte Gelegenheit mit der Schulleitung und den Lehrern in Kontakt zu treten und einen ersten Eindruck von der Schule zu bekommen. Unter dem nachfolgenden Link gelangt ihr auf die Homepage der Schulpsychologie Kärnten. Dort findet ihr Listen zu den einzelnen Terminen. http://www.schulpsychologie.lsr-ktn.gv.at/aktuelles

Zu bedenken gilt es, dass es sich hierbei um eine Art Marketing-Aktion der Schule handelt, bei welcher sich manche besser beziehungsweise schlechter verkaufen als sie wirklich sind. Deshalb bietet es sich an bei dieser Gelegenheit die Schüler, welche bei diesen Veranstaltungen meist als Guides fungieren, geschickt nach ihren Erfahrungen zu fragen.

Das Schul-Schnuppern ist eine weitere tolle Möglichkeit die Schule besser kennenzulernen. Je nach Schule werden hierfür entweder eine bestimmte Woche zur Verfügung gestellt oder individuelle Termine vergeben. Auf diese Weise bekommen die Kids eine bessere Vorstellung von der Dynamik unter den Schülern und davon, wie ihr zukünftiger Schulalltag aussehen könnte.

 

Kriterien

Die Noten der vierten Klasse Volksschule sind ausschlaggebend für den nächsten schulischen Schritt. Um in ein Gymnasium aufgenommen zu werden, muss das Zeugnis stimmen. Im manchen Fällen kann eine Aufnahmeprüfung nötig sein.

Die Lage ist ebenfalls zentral für die Entscheidung. Dabei sollte nicht nur die Entfernung zum Wohnort, sondern auch die öffentliche Verkehrsanbindung bedacht werden. Hier sollte man sowohl die Fahrdauer als auch die Frequenz von Bus und Bahn bedenken. Dies trifft besonders auf ländliche Gegenden zu.

Gerade für die Kinder ist es meist sehr wichtig gemeinsam mit ihren Freunden den Weg in die neue Schule zu bestreiten. Kein Wunder – der Wechsel von der Volksschule in eine weiterführende Schule ist ein großer Schritt – und Freunde geben ihnen einfach die Sicherheit, dass alles gut wird. Für Eltern ist es vielleicht wichtiger, dass die Kinder mit ihren Geschwistern in dieselbe Schule gehen, da dies organisatorische und manchmal auch finanzielle Erleichterung bringen kann.

Der Ruf wird bewusst oder zumindest unbewusst berücksichtigt. Dieser setzt sich beispielsweise aus der kommunizierten Qualität des Unterrichts, dem Verhalten der Schüler, den Fähigkeiten des Lehrpersonals und der Schulleitung zusammen. Dazu können persönliche Erfahrungen durch ältere Kinder oder die eigene Schulzeit kommen.

Das Angebot der einzelnen Schulen ist sehr vielfältig. Die Schwerpunkte reichen von Sprachen, über Musik oder Naturwissenschaft, bis Informatik. Diese werden durch Zusatzangebote, wie Bühnenspiel oder Mediation, und Kooperationen mit anderen Bildungs- oder Forschungseinrichtungen ergänzt. Für welchen Schwerpunkt man sich entscheidet, sollte von den Interessen, aber auch von den Stärken des Kindes abhängen.

Wenn es sich um eine private Schule handelt, müssen auch die finanziellen Aufwendungen berücksichtigt werden. Zu dem monatlichen Schulgeld können weitere Kosten kommen, welche im Vorfeld erfragt werden sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Auch öffentliche Schule können manchmal – je nach Schwerpunkt – einen erhöhten finanziellen Aufwand bedeuten.

Dem Eindruck der Schule auf die Kinder sollte ganz besondere Achtung geschenkt werden. Schließlich werden sie – zumindest für die nächsten vier Jahre – jeden Tag zahlreiche Stunden an diesem Ort verbringen und sollten sich dort folglich auch wohl fühlen.

Welche Kriterien für die Entscheidung von Mutter, Vater, Kind wirklich relevant sind, bleibt zum Glück jedem selbst überlassen. Schlussendlich sollte man sich aber bei dem Ergebnis einig sein. Unserer Familie ist dies Gott sei Dank gelungen – wenn wir auch ganz unterschiedliche Gründe für unsere Präferenz haben. Jetzt muss nur noch die Schule zustimmen …

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